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EcoAustria News

Einkommensungleichheit: Entwicklung und Wahrnehmung

Sorgen trotz kaum veränderter Ungleichheit

(01.09.2017) In der öffentlichen und politischen Debatte spielen Einkommensverteilung und Ungleichheit eine hervorgehobene Rolle. Dabei werden die Einkommensunterschiede oftmals als zu groß und stetig wachsend dargestellt. Ein Blick in die statistischen Daten zeigt hingegen, dass die Einkommensverteilung in Österreich wie auch in Deutschland in den letzten Jahren weitgehend konstant geblieben ist. Zudem wirkt die staatliche Umverteilung. So liegt der Gini-Koeffizient, das gängige Maß für die Einkommensverteilung, in beiden Ländern nach Steuern und Sozialtransfers deutlich unter dem Wert vor Steuern und Sozialtransfers. Auch wenn man andere Maße der Einkommensverteilungsmessung anlegt, bestätigt sich das Bild einer in den letzten zehn Jahren weitgehend konstanten und in der Tendenz sogar leicht rückläufigen Ungleichheit. „Das Umverteilungssystem in Österreich funktioniert“, sagt Tobias Thomas, Direktor des Wirtschaftsforschungs-instituts EcoAustria. „Im internationalen Vergleich reduzieren Steuern und Transfers die Ungleichheit ganz erheblich“, so Thomas.

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Mindestlohn – Beschäftigungsbremse ohne Konsumwirkung

(05.07.2017) Am 30. Juni 2017 haben sich die Sozialpartner auf einen flächendeckenden Mindestlohn in Österreich von 1.500 Euro pro Monat geeinigt und sind damit der Vorgabe der Bundesregierung aus dem Frühjahr gefolgt. Im Jahr 2020 ist eine Evaluierung vorgesehen, in welchen Branchen die Einigung umgesetzt wurde. „Der beschlossene Mindestlohn ist der zweithöchste Europas – lediglich in Luxemburg ist er noch höher. Mit umgerechnet 10,12 Euro pro Stunde liegt er 14,5 Prozent über dem, was im Nachbarland Deutschland gilt“, erläutert Tobias Thomas, Direktor des Wirtschaftsforschungsinstituts EcoAustria.

Der Mindestlohn wirkt wie eine Beschäftigungs- und Investitionsbremse. „Würde er 2018 eingeführt, fielen die Investitionen gegenüber einer Situation ohne flächendeckenden Mindestlohn um 0,4 Prozent geringer aus und die Beschäftigung würde um etwa 6.000 ArbeitnehmerInnen reduziert. Die Arbeitslosenquote würde insbesondere unter den Geringqualifizierten steigen. Hier würde sie um 0,8 Prozentpunkte höher liegen“, sagt Thomas. 

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Wertschöpfungsabgabe – ein Schuss, der nach hinten losgeht

(28.06.2017) Österreich weist im internationalen Vergleich eine hohe Abgabenquote auf. Im Jahr 2016 betrug diese 43,4 % des BIP. „Die hohe Abgabenlast ist eine schwere Bürde für Österreich im internationalen Wettbewerb“, sagt Tobias Thomas, Direktor des Wirtschaftsforschungsinstituts EcoAustria. Neben der Höhe spielt aber auch die Struktur der Abgaben eine wichtige Rolle für die wirtschaftliche Entwickung. Im diesem Zusammenhang wird in der politischen Diskussion eine Umschichtung der Finanzierung der sozialen Sicherung von den Lohnnebenkosten hin zu einer Wertschöpfungsabgabe vorgeschlagen. Diese soll nicht nur Löhne und Gehälter belasten, sondern auch Gewinne, Fremdkapitalzinsen etc. Neben der Verteilung der Finanzierungslasten bei der Sozialversicherung wird mit der Wertschöpfungsabgabe die Hoffnung verbunden, dass Arbeit im Vergleich zu Kapital günstiger wird, so dass Impulse für mehr Beschäftigung realisiert werden können.

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Reformbedarf trotz konjunktureller Erholung

(03.06.2017) Derzeit attestieren Wirtschaftsprognosen Österreich einen konjunkturellen Aufschwung. Diese Entwicklung sollte allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass Österreich in den letzten Jahren wirtschaftlich zurückgefallen ist. Zwar ist die Zahl der Arbeitslosen jüngst etwas zurückgegangen – die Trendumkehr findet jedoch auf einem historischen Höchststand statt: Im Mai 2017 waren 318.022 Menschen ohne Arbeit. Exklusive Schulungsteilnehmer sind das zwar 16.367 Personen weniger als im Mai 2016, jedoch 90.933 mehr als im Mai 2010. Seit Mitte der 1970er hat sich die Arbeitslosigkeit mehr als verzehnfacht. „Selbst wenn das Wachstum jetzt wieder Fahrt aufnimmt, sind die Einbußen der letzten Jahre längst nicht aufgeholt. Wäre die österreichische Wirtschaft in den letzten Jahren genauso kräftig gewachsen wie die deutsche, so wären seit 2011 rund 34 Mrd. Euro Bruttoinlandsprodukt mehr erwirtschaftet worden“, sagt Nikolaus Graf, Leiter der Forschungsbereichs Wettbewerbsfähigkeit bei EcoAustria. „Noch deutlicher wird die österreichische Wachstumsschwäche beim BIP pro Kopf. Inflationsbereinigt liegt dieses noch immer auf dem Niveau von 2008 – im 10-Jahresvergleich ist Österreich also kaum vorangekommen“, erläutert Graf.

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Mehrbelastung der Haushalte durch Kalte Progression beenden

(05.05.2017) Inflation lässt die Löhne nominell steigen und hat Auswirkungen auf die öffentliche und private Nachfrage, die Einkommensverteilung sowie die Zusammensetzung und den Umfang der öffentlichen Budgets. Besonders beträchtlich sind die Wirkungen der Inflation auf die Lohn- und Einkommensteuer. So betrugen im Jahr 2015 die inflationsbedingten Mehreinnahmen gegenüber 2009 etwa 3 Mrd. Euro bzw. 1 Prozent des BIP. „Die Kalte Progression führt zu einer erheblichen Mehrbelastung der Haushalte“, sagt Tobias Thomas, Leiter des Wirtschaftsforschungsinstituts EcoAustria.

„Die Mehrbelastung der Haushalte durch die Kalte Progression lässt sich am besten mit einer Indexierung des Steuertarifs und automatischen jährlichen Anpassungen vermeiden“, erläutert Thomas. Dabei sollte die gesamte Lohnsteigerung – inklusive der produktivitätsinduzierten – im Tarifindex berücksichtigt werden. „Auch sollte der gesamte Tarif angepasst werden und nicht nur einzelne Steuerstufen“, so Thomas. Politische gewollte Änderungen der Umverteilungspolitik könnten weiterhin im Prozess der demokratisch legitimierten Willensbildung stattfinden, so das Fazit einer heute veröffentlichten EcoAustria-Policy Note.

10,12 Euro pro Stunde: einer der höchsten Mindestlöhne Europas

(11.04.2017) Ein Mindestlohn von 1.500 Euro brutto im Monat wäre einer der höchsten Mindestlöhne in Europa. „Für einen internationalen Vergleich müssen die Regelungen zum 13. und 14. Gehalt mitberücksichtigt werden, die es in den meisten anderen Ländern nicht gibt. Bezieht man sie in die Rechnung ein, so ergibt sich für Österreich ein Stundenlohn von 10,12 Euro“, erläutert Tobias Thomas, Leiter des Wirtschaftsforschungsinstituts EcoAustria. „Im europäischen Vergleich nähme der österreichische Mindestlohn damit einen Spitzenrang ein. Der österreichische Mindestlohn läge 1,28 Euro oder 14 Prozent höher als im Nachbarland Deutschland und er wäre sogar höher als in Frankreich, wo der Mindestlohn mit 9,76 Euro im oberen Spektrum liegt. Bezieht man die Lohnnebenkosten mit ein, spreizt sich der Abstand zu den meisten anderen Ländern weiter, denn die Lohnnebenkosten sind in Österreich im internationalen Vergleich sehr hoch - ein Wettbewerbsnachteil für den Wirtschaftsstandort Österreich“, so Thomas.

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EcoAustria auf der European Public Choice Society Conference 2017

(10.04.2017) Die Jahrestagung der European Public Choice Society findet heuer vom 19. bis 22. April 2017 in Budapest statt. EcoAustria-Forschungsvorstand Tobias Thomas wird gemeinsam mit Co-Autoren neue Forschungsergebnisse zur Wahrnehmung von Ungleichheit und zur Rolle der Medien in Demokratien vorstellen. Auf der Konferenz werden unter anderem Catherine De Vries, University of Essex, zum Thema Korruption und Gérard Roland, University of California, zum Einfluss von Kultur auf Demokratisierungsprozesse sprechen.

Die European Public Choice Society ist eine der wichtigsten wissenschaftlichen Vereinigungen im Bereich der Neuen Politischen Ökonomie weltweit. Die diesjährige Jahrestagung findet an der Central European University (CEU) in Budapest statt, deren mögliche Schließung derzeit Gegenstand von Prosteten in Ungarn und Europa ist.

Das Programm der Konferenz finden Sie hier: European Public Choice Society 2017 (PDF)

EcoAustria bei der Enquete des Bundesrats zum Thema Pflege

(05.04.2017) „Die Zukunft der Pflege: schaffbar, sichtbar, leistbar“ lautet das Thema der heutigen Parlamentarischen Enquete im Bundesrat. Nach der Eröffnung von Bundesratspräsidentin Ledl-Rossmann und politischen Impulsreferaten von Sozialminister Stöger, Finanzminister Schelling, der Gesundheitsministerin Rendi-Wagner sowie des Tiroler Landesrats Tilg, wird EcoAustria-Forschungsvorstand Dr. Tobias Thomas die Herausforderungen der Pflege aus ökonomischer Sicht darstellen. „Eine rein fiskalische Betrachtung greift bei der Pflege zu kurz - zu sehr berührt uns das Thema als Kinder und Enkelkinder von Pflegebedürftigen oder als künftige Pflegebedürftige selbst“, so Thomas. „Allerdings: ohne eine fiskalische und ökonomische Betrachtung kann die Pflege auch nicht nachhaltig gestaltet und zukunftsfit gemacht werden“, betont Thomas. So werden sich die Ausgaben in Österreich bis zum Jahr 2060 mehr als verdoppeln. Daher sollte offen über Maßnahmen der Finanzierung diskutiert und Effizienzpotenziale gehoben werden. „Hierzu sind Kostentransparenz und eine einheitliche Messung der Pflegequalität zwischen den Bundesländern notwendig“, erläutert Thomas. Die Effizienz der öffentlichen Ausgaben analysiert EcoAustria unter anderem mit seinem Bundesländer-Benchmarking.

Asylmigration verändert Arbeitslosenquote unter Ansässigen nicht

(04.04.2017) Derzeit erleben Österreich und Europa eine kräftige Zuwanderung von AsylwerberInnen. Im Verhältnis zur Bevölkerung ist sie in Deutschland, Österreich und Schweden besonders stark. Das hat auch Auswirkungen auf Wachstum und Beschäftigung: In Österreich wird durch die Fluchtmigration die Beschäftigung bis zum Jahr 2030 um 42.000 Personen mehr zunehmen, als es ohne Fluchtmigration der Fall wäre. Das reicht aber nicht, die zusätzlichen häufig geringqualifizierten Arbeitskräfte vollständig in Beschäftigung zu bringen. Daher wird die Arbeitslosenquote um 0,4 Prozentpunkte höher ausfallen als ohne Fluchtmigration. „Der Anstieg der Arbeitslosigkeit trifft primär die Gruppe der Flüchtlinge selbst. Unter den Ansässigen wird es voraussichtlich zu keiner wesentlichen Erhöhung der Arbeitslosenquote kommen. Allerdings ist damit zu rechnen, dass in einem gewissen Ausmaß geringqualifizierte Ansässige verdrängt werden“, erläutert Johannes Berger, Leiter des Forschungsbereichs Arbeitsmarkt und Soziale Sicherung von EcoAustria.

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Asylberechtigte rasch in den Arbeitsmarkt integrieren

(16.02.2017) Ob die jüngsten Zuströme von Flüchtlingen zu einer Be- oder Entlastung des Staatshaushalts führen, hängt entscheidend davon ab, wie gut die Integration in den Arbeitsmarkt gelingt. Dabei stellt die bislang eher unterdurchschnittliche Bildungsstruktur der Geflüchteten eine Herausforderung dar. „Asyl ist primär eine humanitäre und keine ökonomische Frage. Dennoch sollte man die wirtschaftlichen und budgetären Effekte von Beginn an mitdenken“, sagt Johannes Berger, Leiter des Forschungsbereichs Arbeitsmarkt und Soziale Sicherung von EcoAustria auf einer Veranstaltung der Wirtschaftskammer OÖ und WIFI OÖ in Linz.

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